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Festgeldanlagen im Überblick

Im Unterschied zum Tagesgeldkonto wird bei der Festgeldanlage das Guthaben des Anlegers meist für einen im Vorfeld definierten Zeitraum angelegt. Dabei ist normalerweise auch der Zins, der von der Bank für das Guthaben gezahlt wird, über die Laufzeit festgeschrieben.

bild geldanlageDie Festgeldanlage eignet sich damit insbesondere für Geld, das über die Laufzeit der Anlage nicht benötigt wird: Als Ausgleich für die feste Anlagedauer ist die Verzinsung meist etwas höher, als bei einem Tagesgeldkonto mit variabler Verzinsung.

Gerade bei langen Laufzeiten der Anlage ist das Festgeld aber immer auch eine "Wette" über den Verlauf der zukünftigen Zinsentwicklung. Anleger können sich in einer Hochzinsphase die hohen Zinsen für mehrere Monate oder sogar Jahre sichern. Fallen die Zinsen anschließend, ist die Geldanlage für den Sparer umso rentabler, steigen die Zinsen weiter, hätte er hingegen ein noch lukrativeres Angebot annehmen können.

Zinseszinseffekt und Steuern

Neben der Laufzeit und den Zinsen ist bei der Festgeldanlage insbesondere auch die Zinsperiode von Bedeutung: Wird regelmäßig am Jahresende oder nach Ablauf einer bestimmten Periode verzinst, profitieren Anleger in vielen Fällen vom Zinseszinseffekt. Werden die Zinsen hingegen erst am Laufzeitende gutgeschrieben, fällt der Zinseszinseffekt weg. Die Rendite der Anlage sinkt dann mit zunehmender Laufzeit gegenüber dem Nominalzins.

Zudem spielt das Datum der Zinszahlungen auch bei der steuerlichen Behandlung der Kapitalerträge eine Rolle: Die Zinserträge beim Festgeld unterliegen der Abgeltungssteuer und der Sparer kann für die Anlage einen Freistellungsauftrag bei der Bank stellen.

festgeldanlage und steuer
Die Gutschrift der Zinserträge
beeinflusst die Berechnung
der Abgeltungssteuer.
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Entscheidend für die Berechnung der Steuer ist dabei immer der Termin der Zinsgutschrift. Werden die Zinsen jährlich gutgeschrieben, kann der Sparer jedes Jahr aufs Neue vom Sparer-Pauschbetrag profitieren. Werden die Zinsen dagegen am Laufzeitende gutgeschrieben, wird der gesamte Ertrag der Anlage einmalig mit dem Sparer-Pauschbetrag verrechnet und der Sparer muss Abgeltungssteuer für den Anteil, der den Pauschbetrag übersteigt, zahlen.

Sicherheit

Wie auch beim Tagesgeld sollte auch beim Festgeld auf die Sicherheit geachtet werden: Banken mit Hauptsitz in Deutschland unterliegen mindestens der hiesigen gesetzlichen Einlagensicherung. Festgeldanlagen bei Tochtergesellschaften ausländischer Banken ohne selbständigen Sitz in Deutschland unterliegen der Einlagensicherung des Landes, in dem die Bank sitzt. Dennoch können auch ausländische Banken dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds in Deutschland beitreten.

Einen Überblick über aktuelle Festgelder bietet unser Festgeldvergleich >>.