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Festgeldanlage mit hohen Zinsen: Hier lohnt sich die Geldanlage noch

Auch wenn aktuell nur sehr geringe Zinsen gezahlt werden: Unter bestimmten Umständen kann Festgeld dennoch die richtige Anlage sein. Wer sein Geld für einige Monate oder Jahre anlegen, dabei aber kein Risiko in Kauf nehmen möchte, hat aktuell wenig Alternativen. Wir informieren über Festgeldanlagen und zeigen die besten Angebote.

Was ist eine Festgeldanlage?

bild geldanlageIm Unterschied zum Tagesgeldkonto wird bei der Festgeldanlage das Guthaben des Anlegers für einen im Vorfeld definierten Zeitraum "fest" angelegt. Dabei ist auch der Zins, der von der Bank für das Guthaben gezahlt wird, über die Laufzeit festgeschrieben. Anders als beim Tagesgeld können Sparer also erst nach der vereinbarten Laufzeit auf ihr Guthaben zugreifen. Der Anlagehorizont des Sparers ist beim Festgeld also länger, dafür gibt es normalerweise aber auch höhere Zinsen als beim Tagesgeld.

Ist Tagesgeld oder Festgeld die bessere Wahl?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Eine Festgeldanlage eignet sich insbesondere für Vermögen, das über einen bestimmten Zeitraum nicht benötigt wird: Der Anleger ist also weniger flexibel als beim Tagesgeld. Als Ausgleich für die feste Anlagedauer ist die Verzinsung meist höher.

Festgeldanlage: Die besten Angebote aus Deutschland über 24 Monate Laufzeit

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5.000 Euro
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Festgeld - Weltsparen
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  • Einlagensicherung: Einlagensicherung Deutschland
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1 Euro
* Angaben ohne Gewähr. Stand / u. nach Angaben des jeweiligen Anbieters.

Beim Tagesgeld sind die Zinsen variable und können jederzeit steigen oder fallen. Anders beim Festgeld: Hier ist die Geldanlage, zumindest bei längeren Laufzeiten, immer auch eine "Wette" über den Verlauf der zukünftigen Zinsentwicklung.

festgeldanlage grafik

Anleger können sich in einer Marktphase mit hohen Zinsen die angebotenen Konditionen für mehrere Monate oder sogar Jahre sichern. Fallen die Zinsen anschließend, ist die Geldanlage für den Sparer umso rentabler. Steigen die Zinsen jedoch weiter, hätte der Sparer später ein noch besseres Angebot annehmen können. In Zeiten niedriger Zinsen gilt ähnliches: Auch hier können die Zinsen in der Zukunft steigen oder fallen.

Was sind die Alternativen zum Festgeld?

Aktuell zahlen die Banken Sparern leider nur geringe Zinsen. So liegt selbst die Verzinsung guter Angebote für Tagesgeld oder Festgeld gegenwärtig fast immer unterhalb der Inflationsrate. Sparer verlieren daher langfristig Geld. Wer sein Vermögen dauerhaft erhalten oder sogar vermehren möchte, kommt daher um Alternativen zu den klassischen Bankeinlagen kaum herum. Mehr Rendite können Sparer an der Börse erhalten, allerdings steigt damit naturgemäß auch das Risiko.

ETFs auf breit streuende Indizes, kombiniert mit Festgeld als Sicherheitsbaustein, stellen aus unserer Sicht eine gute Mischung aus Rendite und Risiko dar. Mehr dazu erfahren Sie im Artikel Alternativen zu Tagesgeld und Festgeld auf dieser Seite.

Festgeld: Die besten Angebote über 12 Monate Laufzeit

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Festgeld
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* Angaben ohne Gewähr. Stand / u. nach Angaben des jeweiligen Anbieters.

Wie wichtig sind Zinseszinseffekt und Steuern?

Neben der Laufzeit und den Zinsen ist bei der Festgeldanlage insbesondere auch die Zinsperiode von Bedeutung: Wird regelmäßig am Jahresende oder nach Ablauf einer bestimmten Periode verzinst, profitieren Anleger vom Zinseszinseffekt. Werden die Zinsen hingegen erst am Laufzeitende gutgeschrieben, fällt der Zinseszinseffekt weg. Die Rendite der Anlage sinkt dann mit zunehmender Laufzeit gegenüber dem Nominalzins.

Zudem spielt das Datum der Zinszahlungen auch bei der steuerlichen Behandlung der Kapitalerträge eine Rolle: Die Zinserträge beim Festgeld unterliegen der Abgeltungssteuer und der Sparer kann für die Anlage einen Freistellungsauftrag bei der Bank stellen.

festgeldanlage und steuer
Die Gutschrift der Zinserträge
beeinflusst die Berechnung
der Abgeltungssteuer.
Bild: Gerd Altmann / pixelio.de

Entscheidend für die Berechnung der Steuer ist dabei immer der Termin der Zinsgutschrift. Werden die Zinsen jährlich gutgeschrieben, kann der Sparer jedes Jahr aufs Neue vom Sparer-Pauschbetrag profitieren. Werden die Zinsen dagegen am Laufzeitende gutgeschrieben, wird der gesamte Ertrag der Anlage einmalig mit dem Sparer-Pauschbetrag verrechnet und der Sparer muss Abgeltungssteuer für den Anteil, der den Pauschbetrag übersteigt, zahlen.

Festgeld: Die besten Angebote über 24 Monate Laufzeit

AnbieterZinsEinlagensicherungMindestanlage
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* Angaben ohne Gewähr. Stand / u. nach Angaben des jeweiligen Anbieters.

Wie sicher ist Festgeld?

Festgeld gehört zu den sicherten Anlageprodukten überhaupt. Zumindest dann, wenn es in einem Land mit stabiler Einlagensicherung angelegt wird.

Banken mit Hauptsitz in Deutschland unterliegen der Entschädigungseinrichtung deutscher Banken (EdB) und sind mit mindestens 100.000 Euro pro Kunde und Bank geschützt. Festgeldanlagen bei ausländischen Banken ohne eigenständigen Sitz in Deutschland unterliegen der Einlagensicherung des Landes, in dem die Bank ansässig ist. Generell empfehlen wir, wie auch beim Tagesgeld, Festgeldanlagen nur in Staaten mit guter Bonität.

Allgemein eignet sich Festgeld damit als Sicherheitsbaustein bei der Geldanlage: Sparer können einen Teil ihres Vermögens am Kapitalmarkt investieren, um so langfristig eine Rendite zu erhalten, die der Inflation standhält. Der andere Teil wird in Festgeldanlagen mit mittlerer Laufzeit investiert.

Festgeld ist weiterhin geeignet, wenn Sparer für einen begrenzten Zeitraum risikolos anlegen möchten. Die kann sinnvoll sein, um das Geld später anderweitig zu verwenden, etwa beim geplanten Kauf einer Immobilie. Da der Wert der Festgeldanlage, anders als Investitionen am Kapitalmarkt, keinen Schwankungen unterliegt, können Sparer sicher sein, dass ihnen ihr Vermögen nach der vereinbarten Laufzeit in voller Höhe zur Verfügung steht.

Einen Überblick über aktuelle Festgelder bietet unser Festgeldvergleich >>.