Finanzen Allgemein

Zinstief – Wo sich Festgeld auch 2013 noch lohnt

Die Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) macht es Sparern und Anlegern derzeit nicht einfach. Während die Geschäftsbanken mit billigem Geld versorgt werden, sinken die Renditen für klassische Anlageformen wie Tagesgeld, Festgeld und Staatsanleihen. Rechnet man noch die Inflation hinzu, bleibt dem Anleger am Ende häufig nicht mehr viel übrig.

deutschland im zinstief
Im Zinstief zählen die besten
Festgeld-Angebote.
Bild: Lupo / pixelio.de

Häufig reichen die Zinsen für Spar- und Termineinlagen noch nicht einmal aus, um den Wertverlust durch die Inflation auszugleichen: 1,9 Prozent betrug die Inflationsrate in Deutschland im November 2012. Da viele Banken für Festgeld mit einer Laufzeit von 12 Monaten aktuell jedoch nur 1,0 Prozent Zinsen oder weniger zahlen, machen die Sparer am Ende Verlust.

Klassische Anlageformen weiterhin hoch im Kurs

Dennoch halten die deutschen Sparer weitgehend an klassischen Anlageformen fest: Sparbuch, Tagesgeld- und Festgeld, Immobilien und Lebensversicherungen zählen auch im Zinstief weiterhin zu den beliebtesten Anlagen. Laut der Studie “Vermögensbarometer 2012″ des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV) liegen die genannten Geldanlagen in der Gunst der Anleger teilweise deutlich vor Aktien oder Investmentfonds.

Die besten Festgeld-Angebote wählen…

Wer aktuell auf Festgeld und Termingeld zur Vermögensbildung setzt, sollte daher unbedingt zu den besten Angeboten am Markt greifen. Denn auch in der aktuellen Niedrigzinsphase gibt es immer noch Anbieter, die zumindest annehmbare Zinsen zahlen und helfen, den Wert der eigenen Ersparnisse zu erhalten. Dies gilt insbesondere für Banken aus dem europäischen Ausland, die häufig bessere Konditionen bieten als die deutsche Konkurrenz. Die Gründe für diesen Trend haben wir bereits ausführlich erläutert.

Für Festgeld mit einem Jahr Laufzeit sind aktuell etwa die Angebote der niederländischen MoneYou Bank sowie der österreichischen VTB Bank interessant. Diese bieten weiterhin Zinsen oberhalb der 2 Prozent Marke. Wer bei einer deutschen Bank anlegen möchte, findet bei der IKB Bank sowie der SWK Bank akzeptable Bedingungen. Die jeweils aktuellen Konditionen sowie weitere Anbieter finden sich in unserem Festgeldvergleich.

Bei der Anlage in Festgeld sollten Anleger die Grenzen der Einlagensicherung im Auge behalten. Diese beträgt bei Anbietern in Deutschland sowie im europäischen Ausland normalerweise 100.000 Euro pro Kunde. Auch die Finanzkraft des Landes, welches hinter dem Einlagensicherungsfonds steht, kann bei der Anlageentscheidung eine Rolle spielen. Vorsicht ist zudem bei Festgeld mit extrem langen Laufzeiten geboten: Steigen die Zinsen wieder, kann der aktuelle Vertrag nicht so einfach aufgelöst werden.