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Tagesgeld & Co

Tagesgeld: Zum Schutz vor Inflation geeignet?

Mit einer Teuerungsrate von über 3 Prozent war die Inflation im Juni 2008 so hoch wie seit Jahren nicht mehr. Gerade Haushalte mir einem eher geringen Einkommen bekommen dies derzeit deutlich zu spüren: Je höher der Anteil, der vom monatlichen Nettoeinkommen für die Preistreiber Lebensmittel und Energie aufgewendet werden muss, desto höher belastet die Inflation die Vebraucher.

Anleger sind also gut beraten, ihr Erspartes inflationssicher anzulegen. Gar nicht so einfach, wenn man bedenkt dass die Rendite nach Steuern höher als die Inflationrate liegen muss, um Verluste zu vermeiden.

Für Tagesgeld bedeutet dies, dass derzeit lediglich die Angebote im oberen Drittel der Vergleichtabellen geeignet erscheinen: Mehr als 4% p.a. Zinsen sollten es also schon sein, um dem Wertverlust entgegenzusteuern. Besser als ein Sparbuch oder ein niedrig verzinstes Girokonto ist das Tagesgeldkonto aber allemal (siehe hierzu auch den Blog-Beitrag “Das Schreckensgespenst Inflation geht um”).

Eine mögliche Alternative für Anleger sind inflationsgeschützte Anleihen: Diese sind an die Entwicklung der Inflation gebunden und damit in ihrer Gesamtrendite von dieser abhängig. Die Finanzagentur des Bundes bietet derzeit zwei solcher Papiere an: Eine Bundesobligation mit 5 Jahren Laufzeit sowie eine Bundesanleihe mit 10 Jahren Laufzeit.

Ein Gewinn gegenüber herkömmlichen Anleihen machen Anleger hier jedoch nur, wenn die Inflation auch in Zukunft dauerhaft hohe Werte annimmt.

Auch Immobilien sowie Anlagen in Gold gelten gemeinhin als inflationsgeschützt. Anleger sollten hier jedoch aufmerksam sein: Beim Einbruch des Goldpreises drohen Verluste, bei Immobilien werden angesichts rückläufiger Bevökerungszahlen in Zukunft Faktoren wie Lage und Standort bei der Wertwentwicklung vermutlich noch stärker ins Gewicht fallen.

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