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Finanzen Allgemein

Ursachen der Lebensmittelkrise

Die steigenden Lebensmittelpreise haben die Vereinten Nationen in Alarmbereitschaft gesetzt: Nach den Unruhen in Haiti und Indonesien drohe nun auch in Lateinamerika eine massive Verarmung der Bevölkerung, sollten die Preise weiter ansteigen.

Auch die Weltbank und der Internationale Währungsfonds hatten schon vor den möglicherweise weitreichenden Konsequenzen der Krise gewarnt.

Dabei sind die Ursachen des Preisanstiegs für Getreide und Grundnahrungsmittel nicht unbedingt so eindeutig, wie vielerorts angenommen wird: Während die Weltbank auf die zunehmende Nutzung von Anbeuflächen für Biokraftstoff verweist, sieht die EU vor allem in der steigende Nachfrage nach Lebensmitteln in Asien einen entscheidenden Preistreiber (die Welt berichtet).

Weitere Argumente und Theorien verweisen auf den Klimawandel und den Anstieg der Naturkatastrophen, die zunehmende Urbanisiereung, den Fleischkonsum sowie das Erreichen des weltweiten Ölfördermaximums (”Peak Oil“).

Sicher dürfte sein: Es muss ein Umdenken der Industrienationen in Richtung alternativer Energiequellen und Landwirtschaft stattfinden. Der Einsatz von Gentechnik zur Produktionssteigerung, wie teilweise gefordert, folgt im wesentlichen dem alten Muster, mit denen in den letzten Jahrzehnten Agrarpoltik betrieben wurde.

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