Riester-Rente - Sinvolles Modell oder Volksverdummung?
Freitag, 4. April 2008
Die kritischen Stimmen zur Riester-Rente häufen sich: Bereits im letzten Jahr thematisierte die ARD in der Reihe “Plusminus” die “Riester-Falle” (13.11.2007) und beklagte “magere Renditen und enttaüschte Anleger” (23.10.2007).
Im Januar berichtete das Magazin “Monitor” über die “Grundsicherungsfalle” im Zusammehang mit den Riester-Verträgen: Ist man im Alter einmal auf die gesetzliche Grundsicherung angewiesen, werden die Riester-Ersparnisse auf diese Grundsicherung angerechnet und nicht zusätzlich ausgezahlt (siehe auch: mein-parteibuch.com zur “Grusi”).
Was auch der Sicht eines solidarischen Sozialstats auf den ersten Blick sinnvoll erscheint (eigenes Vermögen muss aufgebraucht werden, bevor die Gemeinschaft herangezogen wird), betrachten Kritiker als gezielte Demontage der gesetzlichen Rente zu Lasten der Geringverdiener.
Ein Teil der Ausgaben für die gesetzliche Rentenversicherung wird in die private Versicherungswirtschaft umgeleitet. In der Folge sinkt das Niveau der gesetzlichen Leistungen, während die Riester-Rente aber nur denen zugute kommt, die später einmal zumindest über die Grundsicherung hinauskommen.
Als Profiteure der Reform erscheinen dann vor allem die privaten Versicherungsgesellschaften, die nun einen Teil des “Kuchens” der Altersvorsorge abbekommen. Den Teil der zusätzlichen staatlichen Förderung der Riester-Beiträge tragen jedoch alle Steuerzahler.
Und tatsächlich gehen Schätzungen davon aus, dass der zukünftige Anteil der Bevölkerung, der einmal die Grundsicherung angewiesen sein wird, erschreckende 10% bis 20% betragen könnte. Und so wurde unter dem Titel “Willkommen im Zwei-Kassen-Land - Bleiben Arme, Alte und Kranke auf der Strecke?” auch am gestrigen Abend bei Maybrit Illner mal wieder über den Sinn und Unsinn der privaten Altersvorsorge diskutiert.
Das öffentliche Bewußtsein jedenfalls wächst.





Freitag, 4. April 2008
Nun, die private Altersversorge muss leider sein, denn die gesetzliche Rentenversicherung wird bereits kurzfristig und schon gar nicht langfristig zu bezahlen sein.