Nicht nur auf die Zinsen achten - Teil1 - Zinsperiode
Sonntag, 3. Februar 2008
In dieser kleinen Reihe möchte ich regelmäßig über einige Aspekte im Zusammenhang mit der Anlage des eigenen Geldes berichten, die gerne vernachlässigt werden.
Vor allem beim Tagesgeldkonto, aber auch bei Girokonten mit Guthabenverzinsung, Sparbüchern und anderen kurz- bis mittelfristigen Anlageformen wird vermutlich von den meisten in erster Linie einmal auf den Zinssatz für das eigene Guthaben geachtet. Dies ist selbstverständlich auch richtig, dennoch sollte dabei auch immer die Zinsperiode der jeweilgen Anlage berücksichtigt werden.
Die Zinsperiode steht für die Häufigkeit der Verzinsungen, die dem Anlager in einer bestimmten Zeit für sein Guthaben gutgeschrieben werden. Der Standardfall beim Sparbuch ist die jährliche Verzinsung, erfolgt die Verzinsung mehrmals pro Jahr spricht man von “unterjähriger Verzinsung”.
Je kleiner die Zeitintervalle, in welchen einer Anlage Zinsen gutgeschrieben werden, desto mehr profitiert der Anleger vom Zinseszins-Effekt: Während die Zinsperiode bei kleinen Anlagebeträgen nur gering zum Tragen kommt, kann sich dieser Effekt bei größeren Beträgen und längeren Zeiträumen durchaus bemerkbar machen.
Ein Beispiel:
10.000 Euro werden 1 Jahr zu einem Zinssatz von 4% p.a. angelegt: Bei jährlicher Zinsgutschrift erhält der Anlager eine Zinsgutschrift von insgesamt 400 Euro. Bei monatlicher Zinsgutschrift sind es bereits 407,42 Euro. Das entspricht immerhin einem imaginären “Aufschlag” auf den Nominalzinssatz von ca. 0,7%.




