So schnell kann es gehen: Gehörte die Geldanlage in klassisches Festgeld im Jahr 2008 noch zu Gewinnern in der Gunst der Anleger, haben viele Festgeldangebote im ersten Quartal 2009 recht deutlich an Attraktivität eingebüßt.

Bedingt durch die heftigen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank (EZB) zum Jahresbeginn liegt der durchschnittliche Zinssatz vieler Festgeldkonten im März 2009 nur noch im Bereich von etwa 2 Prozent bis 3 Prozent p.a. Noch vor einigen Monaten waren hingegen Zinssätze oberhalb der 4 Prozent Marke keine Seltenheit.
Da derzeit niemand weiss, ob das Ende der Fahnenstange bei den Zinsen bereits erreicht ist, ist es auch schwierig hier pauschale Empfehlungen für Anleger zu geben.
Sicher dürfte sein: Wer sich noch zum Jahresbeginn einen hohen Zins für nächsten Jahre gesichert hat, wird diese Entscheidung kaum bereuen. Auch wenn die Zinsen wieder steigen und die Inflation zunimmt, dürften diese Geldanlage weiterhin einen Wertzuwachs erfahren.
So mag es sinnvoll sein, auch jetzt noch in die Geldanlage Festgeld mit Laufzeiten von 1 Jahr oder 2 Jahren zu investieren. Der gegenwärtige Zinssatz wäre dann für diesen Zeitraum festgeschrieben und der Anleger kann weiteren Zinssenkungen gelassen entgegensehen, ohne sich jedoch zu lange zu binden.
Aber auch viele Tagesgeldkonten bieten gegewärtig vergleichbare Zinssätze: Die Einlagen sind hier prinzipiell jederzeit verfügbar, wodurch die Flexibilität für den Anleger steigt. Allerdings ist der Zinssatz beim Tagesgeldkonto meist nur für Neukunden und einige wenige Monate garantiert.
Hohe Zinsen für Festgeld oberhalb der durchschnittlichen Erträge sind derzeit eigentlich nur noch bei Anbietern im Ausland (etwa der Credit Europe Bank) oder bei Festgeldanlagen mit sehr langer Laufzeit zu haben: Anleger und Sparer müssen hier entscheiden, ob sie sich wirklich langfristig für mehrere Jahre binden wollen oder aber der Einlagensicherung im Ausland vertrauen.



