Diskussion um Leitzins-Erhöhung der EZB
Samstag, 5. Juli 2008
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat am Donnerstag, wie bereits angekündigt, den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 4,25% erhöht.
Die Reaktionen auf diesen Schritt sind erwartungsgemäß geteilt: Kritiker befürchten eine Schwächung der Konjunktur, die Gewerkschaften warnen vor der Vernichtung von Arbeitsplätzen. Bereits im Vorfeld hatte es Mahnungen aus den Reihen von Wirtschaft und Politik gegeben, vorerst keine weiteren Zinserhöhungen vorzunehmen.
Polemik pur auch wieder einmal die Stellungsnahme der Linken. Zitat: “Die Zinserhöhung soll in erster Linie die Gewerkschaften disziplinieren”. (Quelle: Pressemitteilung vom 03.07.2008)
Da werden reale Zusammenhänge dann auch mal mit aller Gewalt in ein doch sehr enges Weltbild gepresst.
Befürworter der Leitzins-Erhöhung verweisen hingegen auf die stabilitätsfördernde Wirkung angesichts der hohen Inflation.
Aber wird die Rolle der Inflation sowie die aus ihr resultierende Lohn-Preis-Spirale möglicherweise überschätzt?
Und leben wir überhaupt noch in ökonomisch “normalen” Zeiten?




