Einkaufen und gleichzeitig noch etwas für die eigene Altersvorsorge tun? Das hört sich doch erstmal verlockend an… Auf diesem Prinzip beruht die sogenannte “Deutschlandrente”, die ab dem 27. März von den Versicherern ARAG, ONTOS und RheinLand angeboten wird.
Die Deutschlandrente beruht dabei auf einem Baukastensystem: Eine private, fondsgebundene Rentenversicherung wird zusammen mit einer Kreditkarte und angeschlossenem Bonusprogramm vermarktet. Dabei werden 0,5% der Umsätze, die mit der MasterCard der Santander Bank erzielt werden, dem Rentenkonto zugeführt. Zusätzlich gibt es laut Webseite der Deutschlandrente noch spezielle Boni (”bis zu 10%”) auf die Umsätze der angeschlossenen Partner. Die Kreditkarte selbst ist in den ersten beiden Jahren kostenfrei und schlägt dann mit 5€ pro Jahr zu buche.
Das man Bonussystem nicht überwerten sollte, erscheint logisch. Der Nutzen der Deutschlandrente steht und fällt mit dem eigentlichen Kernstück des Angebots: Dem Tarif der privaten Rentenversicherung. Über diesen finden sich auf der Webseite der Anbieter derzeit jedoch nur wenige Informationen.
Ist dieser Rententarif interessant, kann man die zusätzlichen Anreize natürlich gerne mitnehmen. Lediglich auf Grund des Cashback-Systems sollte hier aber sicherlich keine Kaufentscheidung getroffen werden: So sind nach Ablauf der “kostenfreien Phase” für die Kreditkarte bereits 1000€ Jahresumsatz (bei 0,5% Bonus) nötig, um die 5€ p.a. Jahresbeitrag zu “erwirtschaften”.
Auch wenn wir es nicht gerne hören: Sparen tut man eben immer noch am besten durch einen gewissen Verzicht auf Konsum, nicht umgekehrt.
Weitere Blogstimmen zur Deutschlandrente: Finblog , Kurz Nachgedacht



