
Was wissen wir eigentlich über die Rezipienten von Corporate Blogs? Und dienen Coporate Blogs eigentlich den vom “herausgebenden” Unternehmen verfolgten Zielen?
Geht man davon aus, dass eine der häufigsten Einsatzmöglichkeiten der Blogs im Unternehmen die Außendarstellung sowie die Kommunikation von Marke, Produkten und Kampagnen des Unternehmens sein dürfte, ergibt sich hier ein durchaus differenziertes Bild.
(Zu den generellen Einsatzmöglichkeiten von Blogs im Unternehmen siehe auch diesen Artikel).
Studien zu diesem Thema betreffen vor allem den Aspekt der Glaubwürdigkeit: So lesen wir, dass ein Corporate Blog häufig glaubwürdiger ist als eine Corporate Website.
Wir lesen aber auch, dass ein Corporate Blog erst einmal auch “nur” ein Blog ist und auch als solcher gelesen wird. Die Glaubwürdigkeitszuschreibungen der Rezipienten hängen damit (wie bei anderen Weblogs auch), von den individuellen Charakteristika ab, insbesondere aber von inhaltlichen und formalen Aspekten des Blogs.
Die Rezipienten von Corporate Blogs nutzen diese vorwiegend als Informationsquelle für private und berufliche Zwecke. Der Interaktionsaspekt spielt scheinbar eine eher untergeordnete Rolle.
Diese Ergebnisse widersprechen sich nicht und lassen sich möglicherweise auf den stark vereinfachten Nenner bringen: Ein Coporate Blog wird durchaus als glaubwürdig wahrgenommen und dient den damit potentiell den Unternehmenszielen. Wenn er denn gut gemacht ist….
Das so etwas auch mal schiefgehen kann, zeigt der aktuelle Fall Vodafone, der vor allem die oben angesprochene “Regel” der Glaubwürdigkeit verletzt haben dürfte.
Allerdings bestätigen die Ergebnisse der “zweiten” Studie aus der Schweiz nicht unbedingt den häufig angeführten Nutzen des Coporate Blogs als Medium des Dialogs, zumindest nicht für den Großteil der Leserschaft.
Möglichweise wichtiger ist aus meiner Sicht in diesem Zusammenhang der Aspekt des Sich-Öffnens gegenüber der Öffentlichkeit, auch wenn die dann nicht zwangsläufig in den Dialog mit dem Unternehmen tritt. Es ist wohl vielmehr die Möglichkeit die zählt.